Evangelisches Dekanat Runkel

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Nachbarschaftsräume: Noch kein Beschluss

Bericht von der Synode am 25.1.2019

Auf der zweiten gemeinsamen Synode der Evangelischen Dekanate Runkel und Weilburg am Freitag, 25.1., im großen Saal der Vitos-Klinik in Hadamar standen zwei Punkte auf der Tagesordnung, die gemeinsam beschlossen werden mussten. Die beiden Dekanate befinden sich in der Vorbereitungsphase zur Fusion, die am 1.1.2022 vollzogen sein soll. Mit der Begrüßung der anwesenden Synodalen und Gäste wurde die Synode nach der Andacht durch die Präsides beider Dekanate, Christian Harms (Runkel) und Peer Schmidt (Weilburg) eröffnet. Ein Grußwort sprach der Leiter des Diakonischen Werks Limburg-Weilburg, Uwe Schaar.

Gemeindeübergreifende Trägerschaft beschlossen
Als erster Tagesordnungspunkt zum Beschluss lag der Entwurf der Satzung zur „Gemeindeübergreifenden Trägerschaft für Kindertagesstätten“ (GÜT) vor. Das Konzept sieht vor, die Trägerschaft der Kindertagesstätten von den Gemeinden auf das Dekanat zu übertragen, was eine Vereinfachung der Verwaltung bei gleichzeitiger Entlastung der Kita-Leitungen bedeutet. Das individuelle pädagogische Konzept werde dabei nicht berührt. Dafür ist die Satzung stellenweise bewusst allgemein gehalten worden, damit die Kooperationsverträge zwischen Träger und Kita individuell angepasst formuliert werden können. Nach Diskussion und Aussprache wurde dieses Konzept mit einer Textergänzung einstimmig bei einer Enthaltung angenommen. Vorerst wird das Evangelische Dekanat Weilburg die Trägerschaft übernehmen, die Gemeinden mit Kindertagesstätten werden in diesem Jahr auf das neue Konzept angesprochen.

Kein Beschluss für Konzept der Nachbarschaftsräume
Deutlich mehr Diskussionsbedarf gab es zum Entwurf der zukünftigen Pfarrstellenbemessung. Zur Vorbereitung dieses Punktes wurde am 26. September des vergangenen Jahres eine Arbeitstagung abgehalten, auf der die Bildung von Nachbarschaftsräumen vorgestellt wurde. Nachbarschaftsräume im Verständnis des im April 2018 verabschiedeten Regionalgesetzes der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) sind Kooperationsgebiete, die in Form von Netzwerken eine neue und engere Zusammenarbeit von Gemeinden in der Region ermöglichen sollen. Dies kann in allen Bereichen erfolgen, z.B. bei der Kirchenmusik, Erwachsenenbildung oder Freizeitaktivitäten. Auf der Arbeitstagung im September wurden entsprechende Vorschläge der Dekanatsleitungen vorgestellt. Wesentlicher Bestandteil dieser Nachbarschaftsräume sind die zugeordneten Pfarrstellen, die nach einem mathematischen Schlüssel errechnet und zugeordnet werden. Hintergrund ist der demographische Wandel und die damit verbundene zukünftige Entwicklung der Gemeinden. Ziel der Gliederung in fünf Nachbarschaftsräume ist die Einsparung von Pfarrstellen im Zeitraum 2020 bis 2024 bei gleichzeitiger Überlebensfähigkeit und Eigenständigkeit der Gemeinden.

Zwei Anträge lagen der Synode nun zur Beschlussfassung vor, in denen der Wunsch zweier Gemeinden auf Wechsel in einen anderen Nachbarschaftsraum formuliert war. Es handelte sich um die Gemeinde Heckholzhausen, die von der Gruppe „West“ in den Nachbarschaftsraum „Süd“ wechseln möchte und die Gemeinde Wolfenhausen/Blessenbach, die den Wechsel von „Mitte“ nach „Ost“ beantragte. Beide Anträge wurden vorgestellt, diskutiert und nach Dekanaten getrennt abgestimmt und jeweils mehrheitlich angenommen. Protokolliert wurde, dass die beiden Wechsel in andere Nachbarschaftsräume in die Pfarrstellenpläne eingearbeitet werden. Durch diese Veränderungen ergibt sich rechnerisch eine andere Zusammensetzung der Pfarrstellen. Für die Arbeitsgruppe, die diese Vorschläge ausgearbeitet und mit der Kirchenleitung der EKHN abgestimmt hatte, bedeutete dieser Wechsel zumindest, dass ein großer Teil der Arbeit neu aufgerollt werden muss. In den folgenden, zum Teil hitzigen Diskussionen wurde die Zahl der Pfarrstellen teilweise in Frage gestellt. Ein abschließender Beschluss über das Gesamtkonzept kam dann überraschenderweise nicht mehr zustande, da in der Zwischenzeit einige Delegierte des Dekanats Weilburg den Heimweg angetreten hatten, und die Synode daher wegen zwei fehlender Stimmen nicht mehr beschlussfähig war. Die Verabschiedung dieses Konzepts wird nun auf die nächste gemeinsame Synode vertagt.

Evangelische Jugend plant Sommerfest
Ob zu Fuß, per Fahrrad, Kanu oder Traktor – zum gemeinsamen Sommerfest hat sich die Evangelische Jugend der Dekanate Runkel und Weilburg einiges einfallen lassen. Unter dem Hashtag #Bewegung machten die Mitarbeitenden in origineller Weise auf das Event aufmerksam: Gemeindepädagoge Stefan Tron spielte den Rentner Wilhelm, der sich über Jogger, Walker, Radfahrer und eine Paddlerin auf der Lahn wunderte. Sein Freund Karl, gespielt von Dekanatsjugendreferent Edwin Pfuhl, setzte sich zu ihm und erklärte ihm, was es mit dem Wort „Hashtag“ auf sich hat und dass damit das Sommerfest am 18. August auf der Schleuseninsel gemeint ist. Alle Gemeinden der beiden Dekanate sind eingeladen, auf dieses Sommerfest, das um 11 Uhr mit einem Gottesdienst beginnt, zu kommen – egal wie. Mit dieser Theatereinlage nahm die Evangelische Jugend etwas vorweg, das in den Gremien der beiden Dekanate noch im Detail ausgearbeitet werden muss, nämlich die bevorstehende Fusion.

Peter Wagner, Öffentlichkeitsarbeit

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