Evangelisches Dekanat Runkel

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    Sanierung der Orgel in der Weilburger Schlosskirche gesichert

    Peter Wagner

    Die historische Orgel der Schlosskirche Weilburg kann mit Geldern aus Bundesmitteln saniert werden – das ist die positive Nachricht der Pressekonferenz, die am 26. Mai in der Schlosskirche stattfand. Guido Hepke, Pfarrer der Schlosskirche Weilburg, hob in seiner Begrüßung die Bedeutung dieser Zusage hervor.

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    Die Sanierungskosten werden mit insgesamt 550.000 Euro angegeben. Aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm IX des Bundes werden 50 % der Baukosten getragen. Damit kann mit der dringend notwendigen Sanierung der historischen Orgel konkret begonnen werden. MdB Martin Rabanus, Mitglied im Fachausschuss des Bundestags für Kultur und Medien, setzte sich maßgeblich für das Projekt ein und überbrachte die gute Nachricht. In seinem Grußwort erklärte er den langen Weg von der Antragstellung bis zur Entscheidung für eine Förderung.

    Leuchtturm-Projekt

    Der Weilburger Bürgermeister Dr. Johannes Hanisch betonte die Bedeutung des Orgelprojektes in der Stadt. MdB Markus Koob misst dieser Maßnahme Strahlkraft für die ganze Region bei. Aufgrund ihrer kulturellen Bedeutung und Geschichte ist die Schlosskirche zugleich eine Leuchtturm-Kirche in der Region. Als barocke Residenzkirche mit lutherischer Prägung hatte die Kirche bereits vor 300 Jahren die Aufgabe, den damals regierenden Grafen als weltlichen und zugleich geistlichen Herrscher und Oberhaupt der Evangelischen Kirche in seinem Territorium zu repräsentieren.

    Im Evangelischen Dekanat, das ab 2022 mit dem Nachbardekanat Runkel fusioniert sein wird, soll die Schlosskirche nicht nur Gemeindekirche, sondern geistliches Zentrum des neuen Dekanats sein. Seit 40 Jahren finden in der Schlosskirche Veranstaltungen der Weilburger Schlosskonzerte statt. Weitere Angebote wie Orgelkonzerte, Ausstellungen und Lesungen lassen die überregionale Bedeutung der Schlosskirche als kulturelles Zentrum erkennen.

    Kulturelle Bedeutung

    Dekanatskantorin Doris Hagel, seit über 30 Jahren tätig an der Schlosskirche als Organistin und beste Kennerin der Orgel, erklärte ausführlich Geschichte und Technik des Instruments. Den Aufzeichnungen zufolge erklang die erste Orgel des Orgelbaumeisters Johann Jakob Dahm aus Mainz bereits zum Pfingstfest 1712 in der Kirche. 1902 ersetzte Wilhelm Sauer aus Frankfurt/Oder die erste Orgel durch ein neues Werk. Lediglich der Orgelprospekt der Dahm-Orgel mit seinen kunstvoll geschmückten Pfeifen blieb als Raumschmuck erhalten. In den Fünfziger- und Siebziger-Jahren wurde die Orgel weiter umgebaut mit neuem Spieltisch, drittem Manual und Anpassungen an das Klangbild. Seit 2015 gibt es Planungen für eine erneute Sanierung des historischen Instruments. Ziel ist eine Zurüstung, die den liturgischen und künstlerischen Anforderungen für die Zukunft entspricht. Dabei soll mit dem Umbau auch die denkmalpflegerische und kulturelle Bedeutung der Schlosskirche berücksichtigt werden. Schließlich lautet ein Grundsatz der Denkmalpflege: Ein Denkmal muss genutzt werden, damit es erhalten bleibt.

    Stiftung gegründet

    Um die andere Hälfte der Sanierungskosten aufzubringen, unterstützt die gemeindenahe Stiftung „evangelisch in weilburg“ das Orgelprojekt. Stiftungsvorstand Thomas Schmidt bittet die Öffentlichkeit um Unterstützung für das Orgelprojekt. Über die Stiftung sollen 150 000 Euro an Spenden für die Orgelsanierung gesammelt werden. In der abschließenden Fragerunde kam auch der Zeitplan zur Sprache: So hofft die Gemeinde, dass Anfang 2022 mit den Arbeiten begonnen werden kann, allerdings hängt alles von einer Reihe noch unbekannter Faktoren ab, wie Prüfung der Angebote und Zuschlag an die ausführende Orgelbaufirma.

    Peter Wagner
    Öffentlichkeitsarbeit

    Spendenkonto
    der stiftung evangelisch in weilburg:
    Kreissparkasse Weilburg
    IBAN: DE59 5115 1919 0101 4702 01

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