Evangelisches Dekanat Runkel

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    Dekanatssynode am 1.9.2021

    Diakoniestation Brechen vor großen Veränderungen

    Foto: Peter WagnerDie erste Präsenz-Synode in diesem Jahr fand im Einhaus in Weilmünster-Möttau statt.

    Zum ersten Mal in diesem Jahr tagte die gemeinsame Synode der evangelischen Dekanate Runkel und Weilburg am 1. September wieder in Präsenz, nachdem die Tagung am 12. März digital durchgeführt wurde. Große Veränderungen stehen der Diakoniestation Brechen bevor.

    Foto: Peter WagnerKerstin Vollmerhausen (links) und Stephanie Raner wurden auf der Synode in ihr Amt bei der GÜT eingeführt.

    Versammlungsort war das Einhaus in Weilmünster-Möttau, ein strenges Hygienekonzept sah vor, dass sämtliche Anwesende einen aktuellen Schnelltest vorweisen mussten, unabhängig ob geimpft oder genesen.

    In ihrem Grußwort betonte Pröpstin Sabine Bertram-Schäfer, in dem sie sich den Synodalen vorstellte und die seit Anfang des Jahres in der Propstei Nord-Nassau im Amt ist, die Herausforderungen der vergangenen Monate und was Gemeinden und Dekanate dabei auch digital geleistet haben. Weiter hob sie die Schwerpunkte ihrer Arbeit in der Propstei hervor. Diese sind der Fokus auf Kirche im ländlichen Raum, die Ökumene sowie die Diakonie.

    Die Gemeindeübergreifende Trägerschaft (GÜT) startete mit Erfolg

    Zwei zentrale Punkte prägten die Synode: Die „Gemeindeübergreifende Trägerschaft für Kindertagesstätten“, kurz GÜT. Diese hat die Aufgabe, Kita-Leitungen von Verwaltungsaufgaben wie Personal und Abrechnungen zu entlasten. Es handelt sich um ein Trägermodell, das für die angeschlossenen Kitas Verwaltungsaufgaben zentral bündelt und bearbeitet. Auf der Synode wurde nun die Geschäftsordnung des Trägerausschusses der GÜT vorgestellt, im November soll diese auf der Herbstsynode beschlossen werden. Darüber hinaus stellte Kerstin Vollmerhausen, Geschäftsführerin der GÜT, einen Tätigkeitsbericht ihrer Erfahrungen seit Einrichtung der Stelle vor. Zum Trägerwechsel am 1.1.2021 wurden dekanatsweit 176 Mitarbeitende übernommen. Seit Jahresanfang wurden 20 Personen neu eingestellt, fünf gingen durch Kündigungen ab. Die Struktur der GÜT sieht weiterhin vor, gute interne Kontakte zu Gemeinden und Dekanat, Kitaleitungen, Regionalverwaltungen und der Mitarbeitervertretung zu pflegen. Extern sind dies Kontakte zu Ortsverwaltungen, Gesundheitsamt, Brandschutz, Unfallkasse, Erzieherschulen sowie die pädagogische Fachberatung der Landeskirche.

    Als Herausforderung für die Zukunft macht sich der Fachkräftemangel schmerzhaft bemerkbar: Derzeit fehlt in jeder der zehn angeschlossenen Kitas durchschnittlich eine Fachkraft. Personalgewinnung ist damit eine zentrale Herausforderung für die Arbeit der GÜT. Als neue Mitarbeiterinnen wurden Kerstin Vollmerhausen und ihre Kollegin Stephanie Raner mit einer Segnung im Anschluss an die Eingangsandacht in ihre Stellen eingeführt.

    Diakoniostation Brechen geht an die Mission Leben

    Das zweite große Thema betraf die Zukunft der Diakoniestation Brechen. Bereits auf der digitalen Synode am 12. März wurde durch Gerd Brückmann, Geschäftsführer der Mission Leben, ein Konzept vorgestellt, wie die Diakoniestation ab 1.1.2022 in eine neue Trägerschaft übergehen kann. Diese wird in Form eines Betriebsübergangs nach § 613a BGB stattfinden, der besagt, dass der neue Träger Rechte und Pflichten der bestehenden Arbeitsverhältnisse übernimmt. Die Mitarbeitenden erhalten demnach Arbeitsverträge nach den Arbeitsvertragsrichtlinien der Diakonie in Hessen und Nassau (AVR HN). Die Vorteile, die eine neue Trägerschaft für die Sozialstation bedeuten, sind Erweiterung des Angebots zur Versorgung älterer Menschen, Sicherung der wirtschaftlichen Stabilität im Konzernverbund, gemeinsame Ausbildung von Pflegekräften. Nach der Eingliederung in den Verbund der Mission Leben würden Dekanat und Gemeinden über einen Beirat eingebunden sein. Der Beschluss über den Trägerwechsel soll auf der nächsten Synode am 19. November erfolgen.

    Eine Rückblickrunde am Ende dieser Informationssynode reflektierte die Erfahrungen aller Synodalen im bisherigen Fusionsprozess beider Dekanate. Mittlerweile befindet sich dieser auf der Zielgeraden, die Fusion wird am 1.1.2022 in Kraft treten, das Dekanat an der Lahn seine Arbeit aufnehmen. Eine Kollekte zum Schluss für die noch immer dringend benötigte Hochwasserhilfe ergab eine Summe von 515,00 Euro, die über das Diakonische Werk Rheinland-Westfalen-Lippe koordiniert und verteilt wird.

    Peter Wagner
    Öffentlichkeitsarbeit

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