Evangelisches Dekanat Runkel

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Corona-Virus: Synode abgesagt und Handlungsempfehlungen

(c) Peter Wagner

Die geplante gemeinsame Dekanatssynodaltagung am 20. März 2020 in Hadamar wird abgesagt. Aufgrund der Auswirkungen des Corona-Virus sehen sich die Dekanatssynodalvorstände in der Verantwortung und zu dieser Entscheidung gezwungen. Ebenso wurde die Frühjahrstagung der EKHN-Synode (urspünglich 23.-25.04.2020) abgesagt. Sie wird verkürzt und auf den 28. und 29. August verschoben.

Handlungsempfehlungen

(Stand: 17. März 2020)

Die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) gibt seit 13.3. Handlungsempfehlungen für Kirchengemeinden, Dekanate und Einrichtungen und bittet dringend, diese zu beachten. Die Handlungsempfehlungen werden von einem eingesetzten Krisenstab der Lage entsprechend fortlaufend aktualisiert.

Regelmäßig aktualisierte Informationen finden Sie hier: www.ekhn.de/corona
und über den Newsticker: https://www.ekhn.de/aktuell/detailmagazin/news/newsticker-ekhn-und-corona.html

Individuelle Fragen bezüglich Verhalten und Planung im Rahmen kirchlicher Arbeit können an die zentrale E-Mail-Adresse corona@ekhn.de gerichtet werden.

Weitere Hinweise zum Umgang mit der Infektionsgefahr mit dem Corona-Virus finden Sie auf der Website der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: bzga.de.

Die weitere Ausbreitung des Corona-Virus ist eine schwerwiegende Bedrohung. Es ist mittlerweile sehr deutlich, dass es nicht nur darum geht, Einzelne zu schützen. Gemeinsam müssen wir alles tun, um eine Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Das ist nötig, um eine ausreichende Versorgung für alle Erkrankten zu gewährleisten. Deshalb muss alles getan werden, um Situationen zu vermeiden, die Infektionen begünstigen. Das Virus kann sich vor allem dann weiter verbreiten, wenn viele Menschen zusammenkommen. Da wir als Kirche immer wieder Menschen in Gottesdiensten, Veranstaltungen und in unserer täglichen Arbeit zusammenführen, haben wir eine große Mitverantwortung. Mit unserer Botschaft ist der Anspruch verbunden, gerade diejenigen zu schützen, die besonders gefährdet sind. Das sind in der gegenwärtigen Bedrohung Menschen mit Vorerkrankungen und alte Menschen, aber selbstverständlich auch alle anderen.

Ergänzung 20.3.2020
„Sowohl Hessen als auch Rheinland-Pfalz haben soeben Versammlungen über 5 Personen verboten. Was das für unsere Beerdigungen bedeutet, müssen wir sehen. Bisher war es jedoch immer so, dass solche Regelungen immer 1:1 für unsere „Versammlungen“ galten, unabhängig ob Gottesdienste oder Hauskreise oder Konzerte. Zum Glück haben wir ja das Wochenende, um dies abschließend zu klären. Wer gleich am Montag eine Beerdigung hat, sollte versuchen, dies zeitnah zunächst mit der Kommune und dem Bestatter abzustimmen und die Familien zu informieren. Das wird sicherlich sehr schwer für alle!“
(aus dem Rundschreiben von Annegret Puttkammer, Pröpstin der Propstei Nord-Nassau)

Generelle Linie: Verbot von Veranstaltungen (Stand 16.3.2020 Bundesregierung)
Die Bundesregierung und die Regierungschefs der Bundesländer haben am 16. März 2020 Leitlinien zum einheitlichen Vorgehen zur weiteren Beschränkung von sozialen Kontakten im öffentlichen Bereich vereinbart. Der volle Wortlaut der Vereinbarungen kann unter https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/vereinbarung-zwischen-der-bundesregierung-und-den-regierungschefinnen-und-regierungschefs-der-bundeslaender-angesichts-der-corona-epidemie-in-deutschland-1730934 angesehen werden.

Gottesdienste (Stand 17.3.2020 EKHN)
Nach den gemeinsamen Leitlinien von Bund und Ländern zum Kampf gegen die Corona-Epidemie vom Montagabend sind auch Zusammenkünfte in Kirchen verboten. Das bedeutet, dass bis auf Weiteres in den Kirchengemeinden keine Gottesdienste gefeiert werden können. Wir gehen davon aus, dass dies in den nächsten Wochen – auch über Ostern hinaus – so sein wird.

Kirchen und persönliches Gebet?
Geklärt wird zurzeit, ob das Verbot von Zusammenkünften in Kirchen bedeutet, dass die Kirchen generell auch für das persönliche Gebet geschlossen werden müssen.

Taufen Trauungen?
Auch Taufen und Trauungen in Gottesdiensten können zurzeit nicht stattfinden. Die Kirchenleitung weist darauf hin, dass in besonderen Notsituationen Taufen auch im häuslichen Rahmen möglich sind.

Bestattungen?
Bei Bestattungen ist den Regelungen der örtlichen Behörden zu folgen. Zurzeit soll darauf hingewirkt werden, dass auf jeden Fall eine Bestattung in sehr kleinem Rahmen im Freien am offenen Grab stattfinden kann, sofern nicht besondere Gründe entgegenstehen.

Schmerzliche Einschnitte
Der Kirchenleitung ist bewusst, dass dies alles sehr schmerzlich ist. Sie hält aber die Verbote aus Gründen der gegenseitigen Sorge füreinander derzeit für unumgänglich. Abstand voneinander ist jetzt das Gebot der Stunde.

Andere Formen suchen
Dies bedeutet zugleich, nach anderen Formen zu suchen, einander beizustehen und um Kraft aus der Botschaft des Evangeliums zu bitten. Sie rät dazu, im häuslichen Rahmen an Gottesdiensten und Andachten teilzunehmen, die im Rundfunk, Fernsehen und auch im Internet übertragen werden beziehungsweise auf Abruf zur Verfügung stehen. Dazu werden in den nächsten Tagen weitere Informationen gegeben.

Ausblick Ostern und Konfirmationen
Weitere Anregungen wird es dann für die Gestaltung der Karwoche und der Osterfeiertage geben. Die Kirchenleitung rät auch dazu, in die weiteren Planungen einzubeziehen, dass auch die Konfirmationsgottesdienste im Mai verschoben werden müssen.

Kindertagesstätten und Schulen
Bundesweit sind Kindertagesstätten und Schulen seit dem 16. März geschlossen. Die Schließungen werden bis mindestens 19. April (Ende der Osterferien) aufrecht erhalten.

Häusliche Besuche
Bei persönlichen Kontakten im Rahmen der Seelsorge geht es darum, Begleitung zu gewährleisten und das Ansteckungsrisiko zu minimieren. Empfehlungen zur konkreten Umsetzung für Hausbesuche, Besuchsdienste und Besuche in Heimen werden derzeit erarbeitet. Bei Besuchen in Seniorenheimen soll vorher mit der Hausleitung geklärt werden, in welchem Rahmen Kontakte möglich sind.

Alle sind in der Verantwortung
Ehrenamtliche sind wie Hauptamtliche in der Pflicht, das Corona-Virus nicht weiterzutragen. Wer sich in einem Risikogebiet aufgehalten hat oder mit Infizierten oder mit Personen aus einem Risikogebiet in Kontakt war, soll Gottesdienste und andere Veranstaltungen für zwei Wochen nicht besuchen.

Geistliche Herausforderung
Die Corona-Pandemie ist eine große Belastung für viele Menschen, für die Wirtschaft und die Gesellschaft insgesamt. Die große Infektionsgefahr zwingt uns zu sehr schmerzlichen Maßnahmen. Uns liegt daran, Menschen so zusammenzubringen, dass sie miteinander gestärkt werden – durch das Hören auf Gottes Wort, durch Gesang, Gebet, Gespräch und darin, dass sie aneinander Anteil nehmen und sich gegenseitig unterstützen. Jetzt ist es geboten, vielfach Abstand voneinander zu halten, wo es doch gerade in solchen Zeiten auch schützende und anteilnehmende Gemeinschaft braucht. Es geht deshalb auch darum, die Notwendigkeit, dass wir einander schützen, als gemeinschaftliches Handeln zu begreifen, mit dem wir uns umeinander sorgen. Und es geht darum, auch in den Zeiten des Abstands voneinander, Formen zu suchen und zu pflegen, in denen wir miteinander Halt und Kraft im Evangelium finden. Nächstenliebe ist und bleibt unser Maßstab.

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