Evangelisches Dekanat Runkel

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    Bienenprojekt für Hessischen Demografiepreis nominiert

    Peter Wagner

    Seit 2014 gibt es im Ev. Dekanat Runkel ein „Bienenprojekt“, das Kindern, Jugendlichen und interessierten Gruppen Lebensweise, Haltung und Pflege von Honig- und Wildbienen nahebringt und zum aktiven Mitmachen einlädt. Nun wurde es für den Hessischen Demografiepreis 2021 zusammen mit fünf weiteren Projekten aus insgesamt 111 Bewerbungen nominiert.

    Bildergalerie

    Peter WagnerStaatsminister Axel Wintermeyer (links neben Schild) und Dekan Manfred Pollex (rechts daneben) freuen sich über die gelungene Präsentation des Bienen- und Blühstreifenprojekts. Ganz links: Pfarrer Carsten Adams, Runkel, daneben Markus Koob, MdB, ganz rechts Sabine Jost-Schmitt, Mitbegründerin des Bienenprojekts.

    Seit dem Frühjahr 2014 wandert ein Bienenvolk durch die Kirchengemeinden des Dekanats Runkel. Stefan Tron, Gemeindepädagoge im Dekanat und Initiator des Projekts „Honigbienen, Wildbienen und Blühstreifen“ nutzt dafür seine zahlreichen Kontakte in die Gemeinden, zu Schulen und Kindergärten, zu Imkern und Landwirten, um daraus ein – nun ja, blühendes – Netzwerk zu gestalten. „Nicht den Honigbienen, den Wildbienen geht es schlecht“, erklärte Stefan Tron. Eine der Ursachen sei das Verschwinden von Nahrungsquellen wie blühende Wiesen oder spezielle Blumenarten, die manche Wildbienen ausschließlich anfliegen, beispielsweise die Glockenblume.

    So werden mit Hilfe der Landwirte, Schulen und Kirchengemeinden Blühstreifen mit großer Blütenvielfalt angelegt, mit den Kindern Bienenstöcke bemalt, Honig selbst gepresst und aus dem Wachs Kerzen oder Lippenpflegestifte hergestellt. Gleichzeitig werden durch Beobachten, Vorträge und Erklärungen Zusammenhänge in der Natur verdeutlicht und die Sensibilität für einen nachhaltigen Umgang mit unserer Umwelt gefördert.

    Nominierung zum Hessischen Demografiepreis 2021

    Genau dies sind auch die Kriterien für den Hessischen Demografiepreis, mit dem Initiativen gefördert werden, die sich mit Phantasie und Mut den Herausforderungen unserer Zeit stellen. Der Fokus liegt dabei auf dem ländlichen Raum und umfasst Themen wie Gesellschaftlicher Zusammenhalt, Familienfreundlichkeit, Infrastruktur, Grundversorgung und Mobilität, Ältere Menschen sowie Kultur und Tradition. Aus insgesamt 111 Bewerbungen wurden schließlich sechs Projekte ausgewählt, die in die Endauswahl des Demografiepreises kamen. Insgesamt 24.000 Euro sind für die Preisträger ausgelobt, wobei 8.000 Euro an den ersten Platz gehen. Im Herbst wird eine gemeinsame Präsentation der nominierten Projekte in Wiesbaden stattfinden, daraufhin entscheidet eine Jury über die Reihenfolge der Gewinner.

    Der Staatsminister zu Besuch

    Staatsminister Axel Wintermeyer (CDU), Chef der Staatskanzlei in Wiesbaden, war am 4. August zu Besuch in Runkel-Arfurt, wo er sich über das Projekt informierte. „Bienen sind soziale Wesen und darin dem Menschen vergleichbar“ sagte er in seiner Begrüßung. Bei einem Rundgang durch mehrere Stationen wurden die wichtigsten Aspekte anschaulich dargestellt. So erfuhren viele der anwesenden Gäste, darunter Dekan Manfred Pollex, der Bürgermeister von Runkel, Michel Kremer, der Ortsvorsteher von Arfurt, Marten Cornel Fuchs sowie der Bundestagsabgeordnete Markus Koob (CDU), dass es in einem Bienenstock sogenannte Heizerbienen gibt, die durch schnelle Flügelbewegungen die Larven wärmen und die Temperatur im Stock auf einem bestimmten Level halten. Diese werden wiederum von sogenannten Tankstellenbienen gefüttert, da sie durch ihre ständigen Bewegungen einen hohen Energieverbrauch aufweisen. Dargestellt wurde das von Schulkindern in Form einer kleinen Vorführung, die Lust auf mehr machte.

    Das Bemalen von Bienenstöcken durch eine Kindergartengruppe wurde anschließend ebenso präsentiert wie die Herstellung von Lippenpflegestiften auf Bienenwachsbasis. An einem weiteren Tisch saßen Kinder der Grundschule Arfurt, die Kerzen rollten und nicht zuletzt kam die Station an die Reihe, an der von Minister Wintermeyer eine Honigwabe von ihm selbst gepresst wurde und der Honig direkt auf das bereitgelegte Brötchen floss. Den Abschluss des Rundgangs bildete das Blühfeld des Ponto-Hofes in Arfurt, an dem die Kinder zusammen mit den Bienen das Lied „Mache dich auf und werde Licht“ sangen. Die Bienen hörte man tatsächlich mitbrummen über ein Mikrophon, das im Bienenkasten angebracht war und per Lautsprecher den Chor der Kinderstimmen unterstützte.

    Das Projekt heute

    In diesem Jahr ist das Bienenvolk in den Gemeinden Wolfenhausen, Laubuseschbach und Aumenau unterwegs. Sechs bis acht Wochen bleiben die Bienen an einem Standort, dann ziehen sie um. Wichtig ist, dass die Standorte jeweils mindestens 5 km voneinander entfernt sind, da sonst die Bienen zu ihrem alten Standort zurückfliegen. Die Blühstreifen selbst werden mit einer Mischung aus unterschiedlichen Blumensamen gestaltet, so, dass nach dem Abblühen der ersten Blumen jeweils die nächsten aufgehen. Professionelle Unterstützung gibt es in den jeweiligen Gemeinden von ortsansässigen Imkern.

    Wer mehr zum Projekt „Honigbienen, Wildbienen und Blühstreifen“ erfahren möchte, darf sich gerne an Dr. Stefan Tron wenden, E-Mail: stefan.tron@ekhn.de

    Peter Wagner
    Öffentlichkeitsarbeit

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