Evangelisches Dekanat Runkel

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    Teilnehmende berichten

    Abschied nehmen, Neues wagen – Neuer Kurs zum Übergang in den Ruhestand

    ScreenshotDer Kurs zum Übergang in den Ruhestand findet wegen der anhaltenden Corona-Pandemie per Zoom statt.

    Wer in den Ruhestand geht, für den beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Der Übergang zwischen Berufsleben und dem „Danach“ ist nicht immer einfach. Der Online-Kurs „Ruhestand – ein unbekanntes Land?“ kann dabei unterstützen. Teilnehmende des ersten Kurses berichten nun über ihre Erfahrungen. Im April sind noch Plätze frei.

    „Sei doch froh, dass Du nicht mehr arbeiten musst.“ Sätze wie diesen haben die meisten der Kursteilnehmer*innen schon einmal gehört. Doch was, wenn sich die Freude über die neue Lebenssituation nicht einstellt? Wie die neu gewonnene Zeit gestalten? Mit diesen und vielen weiteren Fragen sehen sich die 34 Teilnehmenden am digitalen Kurs „Ruhestand – ein unbekanntes Land?“ konfrontiert.

    Sie alle haben unterschiedliche berufliche Hintergründe: vom Pfarrer bis zum Bänker. Einige von Ihnen sind schon seit einigen Monaten im Ruhestand, andere beginnen ihn in diesen Tagen und ein paar Teilnehmende nutzen den Kurs als Vorbereitung auf den in zwei oder drei Jahren anstehenden Ruhestand.

    Übergang in den Ruhestand: Kooperation aus 4 Dekanaten

    Der Kurs zum Übergang in den Ruhestand findet in diesem Jahr zum ersten Mal digital statt. Ebenfalls neu:  Bildungsexpert*innen und Seelsorger*innen aus vier Ev. Dekanaten der EKHN haben sich dafür zusammengeschlossen: Britta Laubvogel (Dekanat Wetterau), Karin Schmid (Dekanat an der Dill), Rita Stoll (Dekanat Büdinger Land) und Joachim Naurath (Dekanat Runkel) gestalten das Programm gemeinsam.

    Aktuell kennen sich die Teilnehmer*innen, die in zwei Gruppen aufgeteilt sind, zwar nur von kleinen Bildchen auf dem Computerbildschirm, doch es ist gleich ein Vertrauen gewachsen, betont ein Teilnehmer aus Bad Nauheim. Nicht nur er lobt die Offenheit und Ehrlichkeit, mit der man sich in der Gruppe begegne.

    Übergang in den Ruhestand: "Eine wichtige Säule unseres Lebens bricht weg"

    „Wir müssen alle damit klarkommen, dass eine wichtige Säule unseres Lebens – der Job – auf einmal wegbricht“, beschreibt es ein Teilnehmer aus dem Raum Gießen. „Das ist schwierig. Es ist schön, sich mit Menschen auszutauschen, die gerade in einer ähnlichen Situation sind. Zu hören, wie es ihnen damit geht, wie sie damit klarkommen.“

    Eine Teilnehmerin, die seit Januar im Ruhestand ist, beschreibt ein „Wechselbad der Gefühle“: „Ich habe immer Vollzeit gearbeitet. Und als es dann vorbei war, hat mir jeder gesagt, dass ich mich doch freuen soll. Aber ich habe einfach keine Freude empfunden.“ Eine andere Teilnehmerin aus Usingen beschreibt: „Ich stelle mir oft die Frage, ob ich das darf: Einfach mal machen, was mir gerade in den Sinn kommt, ohne Verpflichtungen.“

    Übergang in den Ruhestand: "Darf Trauer auch zulassen"

    An den ersten beiden Kursabenden ging es deshalb vor allem um das Loslassen und Abschied nehmen. Die Teilnehmenden haben sich zum Beispiel damit beschäftigt, welche früheren Brüche im Leben sie schon gemeistert haben. „Für mich war es wichtig, zu hören, dass ich Gefühle wie Trauer auch zulassen darf“, sagt eine Teilnehmern.

    Besonders gut kommt das Material an, das die Kursleiter*innen den Teilnehmenden vorab zugeschickt haben. Darin war zum Beispiel ein Reisetagebuch, das die Teilnehmenden mit Texten, Impulsen und Aufgaben auf ihrer Reise in den Ruhestand begleitet. Eine Teilnehmerin hat durch eine der Aufgaben ihre Lust am Malen entdeckt. Anderen tut es gut, ihre Gefühle und Emotionen aufzuschreiben.

    Übergang in den Ruhestand: "Herausfinden, wo Gott Platz für mich hat"

    An den Kursabenden wechseln sich Gespräche im Plenum und in Kleingruppen ab, die Kurleiter*innen nutzen kreative, meditative, informative, biografische und spirituelle Arbeitsmethoden, setzen Impulse, geben Anregungen oder stellen Fragen, über die nachgedacht und diskutiert wird.

    Auch die geistlichen Elemente finden bei den Teilnehmenden Anklang. Einer Teilnehmerin, die sich aus Stuttgart zuschaltet, hat ein Gebet besonders geholfen, loszulassen. „Ich will mich nicht sofort wieder in neue Aufgaben und Verpflichtungen stürzen“, erzählt ein Pfarrer im Ruhestand. „Ich möchte herausfinden, wo Gott künftig einen Platz für mich hat.“

    Oft gibt es mehr zu besprechen als Zeit ist in den virtuellen Gruppentreffen. Deshalb wollen sich einzelne Teilnehmer auch außerhalb des Kurses treffen, wenn es die Pandemie zulässt vielleicht sogar real. Ein Teilnehmer beschreibt es so: „Ich fühle mich in der Gruppe wie unter guten Bekannten.“

     

    Zweiter Kurs geplant

     

    Da das Angebot großen Anklang gefunden hat, bieten die Referent*innen Britta Laubvogel (Dekanat Wetterau), Karin Schmid (Dekanat an der Dill), Rita Stoll (Dekanat Büdinger Land) und Joachim Naurath (Dekanat Runkel) im April einen zweiten Kurs zum Übergang in den Ruhestand an. Er findet wieder dienstags jeweils von 19.30 bis 21 Uhr per Zoom statt. Die Termine sind: 6., 13.,20. und 27. April sowie 4. Mai. Anmeldung an britta.laubvogel@ekhn.de. Die Teilnahme ist kostenlos.

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