Evangelisches Dekanat Runkel

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Sternenstaub

01.09.2019 / Pfarrerin Claudia Gierke-Heinrich

Vor 50 Jahren setzte der NASA-Astronaut Neil Armstrong als erster Mensch seinen Fuß auf den Mond. Er sagte: „Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, ein Riesensprung für die Menschheit.“ Die Leistung der Apollo 11 Besatzung und derer, die auf dem Boden die NASA-Mission vorbereiteten und leiteten, ist unbestritten. Möglich aber wurde die Mission erst durch eine herausragende Eigenschaft des Menschen: Menschen greifen nach den Sternen. Ohne diese Eigenschaft säßen wir Menschen vermutlich noch wie unsere Vorfahren in der afrikanischen Savanne, wären vielleicht sogar längst ausgestorben. Doch wir haben Träume. Damit sie wahr werden, müssen wir uns allerdings bewegen.

Manchmal sind auch Menschen so weit voneinander entfernt wie die Erde vom Mond, obwohl räumlich nur eine geringe Distanz zu überwinden wäre. Wir lieben einen Menschen, aber es gelingt uns nicht, ein paar Schritte auf diesen Menschen zuzugehen. Wir träumen von einem beruflichen Neuanfang, aber uns fehlt der Mut, uns zu verändern. Wir sehen uns selbst ganz woanders als da, wo wir momentan sind. Wir träumen von einem anderen Leben, scheuen uns aber, uns zu bewegen. Eine Mondlandung ist kompliziert und das Risiko zu scheitern sehr hoch. Ohne den Mut und die Risikobereitschaft der Astronauten wäre die erste Mondlandung nie geglückt. Wer bei einem anderen Menschen landen will, braucht auch Mut. Wer sich von der Angst lähmen lässt, er könnte zurückgewiesen werden, für den wird das große Glück vermutlich ein Traum bleiben. Wer beruflich oder privat Neuland betreten möchte, der muss ebenfalls etwas riskieren. Allenfalls tritt er weiter auf der Stelle und nichts wird sich ändern. Träumen allein reicht eben nicht, um sich einen Stern vom Himmel zu holen.

Allerdings wären wir nichts ohne unsere Träume. Schon gar nicht wären wir das, was wir sind. Ohne Träume wären Menschen nicht auf dem Mond gelandet. Ohne Träume kämen wir keinen Schritt weiter. Es lohnt sich also auf jeden Fall zu träumen. Denn im Traum sind wir immer schon da, wo wir noch hin möchten. Und wer weiß, vielleicht gelingt uns neben vielen kleinen Schritten auch einmal ein Riesensprung. Vielleicht hilft uns dabei auch Gott. Es wäre nicht das erste Mal, dass er Menschen im Traum sagt, wo es langgeht. Nur auf den Weg müssen wir uns dann schon selbst machen.

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