Evangelisches Dekanat Runkel

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    Land unter (im Sommer 2021)

    07.08.2021 / Pfarrerin Claudia Gierke-Heinrich

    Manchmal kommt es schlimmer, als man sich vorstellen kann. So war es in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli, als gigantische Wassermassen Teile von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz überschwemmten. Als das Hochwasser verebbte, hatten viele Menschen einen Großteil ihres Hab und Gutes verloren, mehr als 180 Menschen starben, mindestens 130 davon allein im Landkreis Ahrweiler. Bereits während des Unglücks erfuhren die Betroffenen eine große Solidarität. Wer konnte, half denen, die Hilfe brauchten, manchmal unter Einsatz des eigenen Lebens. Bis heute erreicht eine beispiellose Hilfewelle jene Menschen, denen das Wasser den Boden unter den Füßen weggerissen hat.

    Niemand konnte sich bis zu dieser Katastrophe vorstellen, dass sich mitten in Deutschland ein solches Unglück ereignen würde. Dabei gab es deutliche Warnungen. Der Deutsche Wetterdienst gab schon Tage zuvor Meldungen heraus, dass Unwetter mit Starkregen auf die Regionen zukämen. Die Feuerwehren waren deshalb in Alarmbereitschaft. Aber niemand wusste, was es bedeutet, wenn ein Starkregen mit 200 Litern Wasser pro Quadratmeter niederprasselt.

    Leider scheinen wir Menschen - wenn überhaupt - immer erst aus Erfahrung klug zu werden. Klug wäre es jetzt, Maßnahmen zu ergreifen, damit es zu Hochwasserkatastrophen in diesem Ausmaß nicht mehr kommen kann. Ähnlich wie die riesige Spenden- und Hilfsbereitschaft der Menschen, die mit den Geschädigten mitfühlen und ihnen tatkräftig helfen, wäre auch das gelebte Nächstenliebe. Da es außer Frage steht, dass Katastrophen wie diese Hochwasserflut eine Folge der Erderwärmung sind, heißt das, es wäre unbedingt nötig, alles daran zu setzen, dass es auf der Erde nicht noch wärmer wird.

    Nicht nur zukünftige Generationen, Gottes gesamte Schöpfung wird es uns danken, wenn wir aus den Erfahrungen mit diesem Hochwasser klug werden und weniger rücksichtslos und weniger auf Kosten unserer Mitwelt leben. Davon hätten dann alle etwas, auch wir selbst. Denn genau betrachtet, steht uns allen das Wasser bis zum Hals.

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