Evangelisches Dekanat Runkel

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Es soll gut werden

04.01.2020 / Dekan Manfred Pollex

Die Weihnachtstage sind vorbei, das neue Jahr ist wenige Tage alt. Es ist noch nicht lange her als diese besondere Zeit den einen wieder wie ein Berg bevor stand. Andere konnten unbeschwert die Festtagsfreude genießen. Für die einen ist Weihnachten ein kultureller Massenzwang, aus dem es kaum ein Entrinnen gibt, andere haben Angst davor, weil ihre Hoffnungen und Wünsche schon so oft enttäuscht worden sind. Nein, die Kinder sind wieder nicht gekommen, ja, der Familienstreit ging weiter, nein, die Mutter hat zu Weihnachten nicht aufgehört zu trinken…Dabei sollte doch in diesem Jahr alles so gut werden. Stattdessen wieder eine Enttäuschung mehr. Wohl dem, der seinen persönlichen Frieden mit dieser Zeit gefunden hat, den Kern und die Botschaft von Weihnachten in sich aufnehmen kann und eine stärkende Zeit verbringt.

Es soll ja doch gut werden, diesen Wunsch tragen wir still mit uns, wenn wir uns wieder auf den Weg durch ein neues Jahr machen. Dieser Wunsch wird umso brennender, wenn die Wirklichkeit um uns herum so anders wahrgenommen wird. Vieles bedrückt, enttäuscht, gibt wenig Anlass zur Hoffnung. Ob es die Rettung unserer klimagebeutelten Erde, die Weltwirtschaft, der Frieden oder unsere persönliche Gesundheit ist – ach, würde doch endlich Vernunft einkehren, eine sichtbare Veränderung eintreten. Die Hoffnung, der Glaube daran ist es, was vielen Menschen den Antrieb zum Weitermachen gibt. Die Hoffnung, dass es gut wird, wenigstens hier und da, darf nicht sterben.

Ich persönlich schätze Hoffnungsworte, die ich mitnehmen kann wie ein gutes Stück Brot, wie eine Wegzehrung durchs neue Jahr. Worte, die mich aufrichten und mir Kraft geben zum Weitergehen, zum Hoffen, manchmal gegen jeden Augenschein. Ein Wort aus der Bibel zum Beispiel wie die Jahreslosung ist eine solche Stärkung. Es ist für dieses Jahr 2020 der Ausruf eines Vaters, der Jesus um die Heilung seines kranken Kindes bittet. Von Geburt an hat es epileptische Anfälle und es ist ein Wunder, dass es überhaupt noch lebt: „Ich glaube, hilf meinem Unglauben!“ Mit diesen Worten fühle ich mich verstanden, weil viele Erfahrungen zu meinem Leben gehören, in denen ich sie nachstammeln, nachbeten, herausschreien könnte. Gott, es soll doch gut werden, auch wenn es so anders aussieht. Bei dir, Gott, ist doch die Quelle des Lebens und in deinem Licht sehen wir das Licht.

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