Evangelisches Dekanat Runkel

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Anleitung zum Beten

Impulspost/gobasil

Ich habe den Eindruck: gerade in den schweren Zeiten der Corona-Pandemie mit all ihren Beschränkungen und Einschränkungen gewinnt das Beten wieder an Bedeutung. Viele Menschen finden in diesen Tagen und Wochen Halt und Trost im Gebet. Hier können sie alles, was sie belastet, alles, was ihnen auf der Seele liegt, und genauso alles, wofür sie dankbar sind, vor Gott bringen. Und sie schöpfen daraus neue Kraft, Kraft für die Zukunft.

Dass dies nichts Neues ist, zeigt ein uralter Text, der in der Bibel zu finden ist. Annähernd 3.000 Jahre alt, wirkt er beinahe so wie eine Anleitung zum Beten – der 91. Psalm:

Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt
und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt,
der spricht zu dem HERRN:
Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe.
Denn er errettet dich vom Strick des Jägers
und von der verderblichen Pest.
Er wird dich mit seinen Fittichen decken,
und Zuflucht wirst du haben unter seinen Flügeln.
Seine Wahrheit ist Schirm und Schild,
dass du nicht erschrecken musst vor dem Grauen der Nacht,
vor dem Pfeil, der des Tages fliegt,
vor der Pest, die im Finstern schleicht,
vor der Seuche, die am Mittag Verderben bringt.
Wenn auch tausend fallen zu deiner Seite
und zehntausend zu deiner Rechten,
so wird es doch dich nicht treffen.
Ja, du wirst es mit eigenen Augen sehen
und schauen, wie den Frevlern vergolten wird.
Denn der HERR ist deine Zuversicht,
der Höchste ist deine Zuflucht.
Es wird dir kein Übel begegnen,
und keine Plage wird sich deinem Hause nahen.
Denn er hat seinen Engeln befohlen,
dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen,
dass sie dich auf den Händen tragen
und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest.
Über Löwen und Ottern wirst du gehen
und junge Löwen und Drachen niedertreten.

Und wer so betet, dem verspricht der Psalmist eine Antwort, mit der er seine „Anleitung“ dann auch enden lässt – ein Versprechen Gottes, der sagt:

»Er liebt mich, darum will ich ihn erretten;
er kennt meinen Namen, darum will ich ihn schützen.
Er ruft mich an, darum will ich ihn erhören;
ich bin bei ihm in der Not,
ich will ihn herausreißen und zu Ehren bringen.
Ich will ihn sättigen mit langem Leben
und will ihm zeigen mein Heil.«

Übrigens: der kommende Sonntag ist der Sonntag Rogate, bei dem es um das Beten geht. Eine gute Gelegenheit, auch selbst mal wieder mit Gott ins Gespräch zu kommen. Wenn man dem 91. Psalm folgt, ist das sicherlich eine lohnende Sache.

Pfarrer Achim Schaad, Tel. 06471/8440; achim.schaad@ekhn.de

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