Evangelisches Dekanat Runkel

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Tag der Arbeit

Foto: Peter Wagner

Ein 1. Mai ohne traditionelle Maifeiern. Natürlich kann man wandern oder eine Radtour machen, wenn das Wetter es zulässt. Aber wohin? Nirgendwo eine Bratwurst und ein Bier in geselliger Runde, keine feuchtfröhlichen Maifeuer. Aber so ist das nun mal in diesem Jahr. Corona-Zeiten.

Und so gerät rund um den 1. Mai 2020 etwas ganz anderes in den Blick. Etwas viel ernsteres. Denn immer mehr wird deutlich, wie sehr unsere Wirtschaft unter den Folgen der Krise leidet. Eine Rezession steht vor der Tür, die die Finanzkrise, die uns vor rund einem Jahrzehnt so sehr gebeutelt hat, bei weitem in den Schatten stellen wird. Unternehmen, kleine wie große, haben mit enormen Einbußen zu kämpfen, viele gehen pleite oder werden noch pleitegehen. Und immer mehr Menschen verlieren ihre Arbeit. Corona-Zeiten.

„Dient einander als gute Verwalter der vielfältigen Gnade Gottes, jeder mit der Gabe, die er empfangen hat.“ So lautet der Monatsspruch für diesen Monat Mai. Zu finden ist er im 1. Petrusbrief, Kapitel 4, Vers 10. Und er fordert uns recht unmissverständlich zum Miteinander auf: „Dient einander!“ – haltet zusammen – kümmert Euch umeinander. In den letzten Wochen sind viele Menschen einer solchen Aufforderung gefolgt. Es gibt unzählige Beispiele. Da wird für diejenigen, die zurzeit nicht können, eingekauft. Da werden Briefe an Menschen geschrieben, die einsam sind. Da wird einfach geschaut, ob es dem Nachbarn, der Nachbarin noch gut geht. An nicht wenigen Stellen in unserem Leben ist solch ein guter Geist des Miteinanders eingezogen. Auch das: Corona-Zeiten.

Mein Wunsch: dieses Miteinander, es möge auch so bleiben, ja es möge sogar noch mehr werden, sich ausweiten. Nicht nur ein Miteinander im Blick auf den Nachbarn, auf den Nächsten, auf den Einsamen. Sondern auch ein Miteinander im Blick auf diejenigen, die wirtschaftlich unter all dem leiden, was uns getroffen hat. Und jeder und jede kann auch da mitmachen, „jeder mit der Gabe, die er empfangen hat“, wie es im 1. Petrusbrief heißt. Einkaufen in kleinen, regionalen Läden, die nun wieder öffnen dürfen. Mal das Mittagessen bestellen in der Gaststätte, in der man vor zwei Monaten noch so gerne gesessen hat. Bis hin dazu, dem Freund, der Freundin beizustehen, die wegen Corona ihre Arbeit verloren hat. Miteinander ist auch im Blick auf wirtschaftliche Nöte auf vielfältige Weise möglich. Und nötig! Gerade am Tag der Arbeit 2020 sollten wir daran denken. Denn sie werden uns noch eine ganze Weile begleiten, die Corona-Zeiten.

Pfarrer Achim Schaad, Tel. 06471/8440; achim.schaad@ekhn.de

Gebet

Herr, wir stehen vor großen Aufgaben.
Wir brauchen deinen Beistand, deine Hilfe.
Schenke uns die Kraft zum Miteinander,
zeige uns unsere ganz persönlichen Wege und Möglichkeiten,
für andere da zu sein in diesen Zeiten.
Und schenke uns immer wieder neu deinen Segen.
Amen.

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