Evangelisches Dekanat Runkel

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Stille und Hektik

Foto: Peter Wagner

Es ist so still geworden um uns herum. Der Verkehr ist deutlich zurück gegangen, Geschäfte geschlossen, Einkaufsmeilen verwaist. Und die eingeschränkten sozialen Kontakte tun ihr Übriges. Es ist so still geworden um uns herum.

Es ist so hektisch geworden um uns herum. In den Medien folgt Corona-Nachricht auf Corona-Nachricht, alles andere scheint weitgehend bedeutungslos geworden zu sein (oder ist vielleicht wirklich bedeutungsloser geworden). Nachrichtenportale im Internet überbieten sich mit ihren Livetickern, die im Viertelstundentakt Corona-Neuigkeiten aus aller Welt verkünden. Es ist so hektisch geworden um uns herum.

Stille und Hektik – und das in einer nie gekannten Kombination. Das verwirrt, das beunruhigt, ja das kann einem auch Angst machen. Und man beginnt, nach Konstanten zu suchen – Konstanten, die Halt geben können in diesen verwirrenden Tagen und Wochen.

Für mich eine dieser Konstanten: ein kleiner biblischer Vers, der eigentlich seit Beginn der Corona-Krise immer wieder in kirchlichen Verlautbarungen auftaucht. Aus gutem Grund, denn es sind in unserer Situation hilfreiche, tröstende, Halt gebende Worte:

„Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit“ (2. Timotheus 1, 7)

Denn genau das brauchen wir doch jetzt: keinen Geist der Furcht, sondern Kraft. Kraft durch ein Gebet und – ja auch! – Kraft durch Gespräche mit anderen, per Telefon zum Beispiel oder über den Gartenzaun hinweg (mit gebührendem Abstand natürlich), …

Genau das brauchen wir doch jetzt: keinen Geist der Furcht, sondern Liebe. An jemanden denken, ihm oder ihr mal einfach so einen Brief schreiben – per E-Mail oder auch auf Papier, so wie früher – mit ein paar netten Worten und der Frage nach dem Wohlergehen, …

Genau das brauchen wir doch jetzt: keinen Geist der Furcht, sondern Besonnenheit. Geduldig Abstand halten, rein körperlich und nicht sozial („physical distancing“ statt „social distancing), möglichst zu Hause bleiben, neue Formen zwischenmenschlicher Kontakte entdecken, …

Niemand anders als Gott selbst will und wird uns solche Kraft, Liebe und Besonnenheit schenken – immer wieder neu. Wir müssen uns nur darauf einlassen.

Pfarrer Achim Schaad
Tel. 06471/8440; achim.schaad@ekhn.de

Gebet

Gott, schenke Kraft.
Kraft in diesen unruhigen Zeiten.
Gott, schenke Liebe.
Liebe zu mir und meinen Nächsten.
Gott, schenke Besonnenheit.
Besonnenheit im Umgang mit dem,
was diese Zeit mir bringt.
Amen.

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