Evangelisches Dekanat Runkel

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    Fastenzeit

    (c) edition chrismon

    Kontaktverbot. Eine Woche schon, und noch mindestens für drei weitere, vielleicht auch mehr. „Viele Wochen ohne Händeschütteln“ – ist das die diesjährige Fastenaktion?

    Viele Menschen nehmen sich ja etwas vor für die Fastenzeit. „Sieben Wochen ohne Alkohol“ oder auch „sieben Wochen ohne Auto“, „sieben Wochen ohne Schokolade“ wären Klassiker. Dazu gibt es jedes Jahr auch eine EKD-Fastenaktion. In diesem Jahr lautet das Motto: „Zuversicht! Sieben Wochen ohne Pessimismus“.

    Das Motto wurde ausgewählt lange bevor das Corona-Virus am Horizont erschien. Inzwischen denke ich: Ein besseres Motto hätte es für dieses Jahr kaum geben können. Denn Schwarzmalerei, die macht diese recht unübersichtliche Zeit nur noch schwerer. Das gilt für Sorgen um die Gesundheit der Menschen hier und anderswo. Es gilt für Angst vor einer Wirtschaftskrise oder bei Furcht vor dem Ende einer Welt, wie wir sie kennen. Pessimismus sieht die Gefahren, doch für Hoffnung lässt er keinen Raum.

    Gegen den Pessimismus setzt die EKD-Aktion Zuversicht. Das ist keine Naivität, die den Ernst der Lage nicht begreift. Nein, die Fastenaktion verschreibt uns eine dicke Portion begründete Zuversicht. Denn allen Herausforderungen zum Trotz haben wir doch mehr in der Hand, als wir vielleicht manchmal ahnen. Zwar kommen gerade viele Befürchtungen und Ängste auf, alles andere wäre unnatürlich. Aber wie wir damit umgehen, das ist unsere Entscheidung.

    Martin Luther wird ein passender Spruch dazu zugeschrieben: „Dass die Vögel der Sorge und des Kummers über deinem Haupt fliegen, kannst du nicht ändern. Aber dass sie Nester in deinem Haar bauen, das kannst du verhindern.“ Wie wir das verhindern können, dazu macht der 1. Petrusbrief 5,7 einen Vorschlag. Er richtet unsere Blicke auf Gott und trägt uns auf: „All eure Sorge werft auf ihn, denn er sorgt für euch.“ Gott sorgt für uns! Ihm können wir alle Ängste und Sorgen vorlegen. Bei ihm können wir sie im Gebet abgeben. Denn was auch immer geschieht: Gott geht mit uns durch diese Zeit. Er weiß, was wir brauchen – besser noch, als wir selbst – und er lässt uns nicht aus seiner Hand gleiten.

    Zuversicht! Sieben Wochen ohne Pessimismus. Was wirklich kommt, das wissen wir nicht. Aber dass wir Grund zur Zuversicht haben, das ist gewiss.

    Pfarrerin Cornelia Stock, Weilburg

    Gebet

    Gott, es ist keine Fastenzeit wie jede andere in diesem Jahr.
    Es fällt schwer mit anzusehen, wie viel Leid das Virus in diese Welt bringt.
    Es fällt nicht leicht, auf so vieles zu verzichten, das uns wichtig ist.
    Es fällt schwer, die Ungewissheit auszuhalten, was werden wird.
    Aber du, Gott, du gehst mit uns durch Zeit und Ewigkeit.
    Stärke dieses Vertrauen in uns.
    Stärke unsere Zuversicht.
    Lass uns leben im Vertrauen auf dich.
    Lass uns die Freiheit erleben, die in diesem Vertrauen steckt.
    Segne uns und deine Welt mit deinem Frieden.
    Amen.

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