Evangelisches Dekanat Runkel

Angebote und Themen

Herzlich Willkommen! Entdecken Sie, welche Angebote des Dekanats zu Ihnen passen. Über das Kontaktformular sind wir offen für Ihre Anregungen.

    AngeboteÜbersicht
    Menümobile menu

    Euer Herz erschrecke nicht!

    Foto: Peter Wagner

    Jesus Christus spricht: Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich!
    Johannes 14,1

    Die Sonne scheint. Der Himmel ist blau. Die Vögel zwitschern. Die Bäume zeigen die ersten Blättchen. Manche haben schon Knospen. Die Sauerkirschbäume blühen wunderschön weiß. Der Frühling kommt. Er ist schon lange ersehnt, aber es sind schwere Zeiten. Wir sind in Angst und Schrecken.

    Die Ausbreitung des Corona Virus bedroht unsere Gesundheit und lähmt uns. Die Wirtschaft ist fast stillgelegt. Wir dürfen nicht aus dem Haus und nicht zu unseren Lieben. Am liebsten möchte man weglaufen oder wegfahren, weit, weit fort. Jeden Morgen denke ich: Ist das wirklich wahr?

    Heute ist Sonntag Judika. Wir sind fast am Ende der Passionszeit. Es ist die Zeit, in der wir daran denken, dass Jesu Weg zum Kreuz führt. Die Jünger Jesu erschrecken, als Jesus von seinem Tod spricht. Ihr ganzes Herz haben sie an den Rabbi aus Nazareth gehängt. Er ist für sie alles: Vater und Mutter, Bruder und Freund. Er ist der Sinn ihres Lebens. Mit der bevorstehenden Kreuzigung ist alles aus, denken sie ängstlich. Wie sollen sie ohne ihren Meister und HERRN zurechtkommen? Wie wird alles weiter gehen? Was bleibt? Sie sind voller Fragen und voller Sorgen, Sie fürchten die Trennung und den Tod. Doch Jesus tröstet sie und sagt, meine Worte bleiben und auch der der mich geschickt hat, bleibt. Jesus antwortet auf ihre Sorgen und Fragen: Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich! Als wäre das so einfach.

    Gerade in schwierigen und in diesen aktuellen stürmischen Zeiten geraten wir doch ins Grübeln und es ist schwer unseren Glauben zu bewahren. Jesus sagt, der Glaube ist die einzige Macht, Berge zu versetzen, Schwierigkeiten zu besiegen, das Unmögliche möglich zu machen. „Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich!“ (Lk 18,27) . Nicht großen Glauben brauchen wir, sondern Glauben an einen großen Gott. Mitten im Sturm werden wir gehalten wie einst die Jünger auf dem See Genezareth. Sicher Gott mutet uns Schweres zu, aber er schenkt uns auch viel Kraft. Wir mögen ihn vergessen, an ihm zweifeln oder ihn verleugnen. Gott ist uns dennoch treu. Wir erleben Trennung, Angst, ja sogar Todesangst, ER aber schenkt uns Leben und Zukunft. ER begleitet uns durch Höhen und Tiefen unseres Lebens. Gott ist da. Auch jetzt und hier und heute. In allem, was uns begegnet, dürfen wir uns an sein Wort halten. Jesu Weg führt zum Kreuz, damit wir nicht verzagen müssen. Denken wir daran in diesen Tagen und schöpfen wir daraus Kraft und Zuversicht.

    Gott, schütte sanft deinen Trost über uns aus, der uns umhüllt und Segen dazu, der uns immun macht gegen die Panik. Sage zu unserem ängstlichen Herzen: „Beruhige dich.“ Sprich zu unserer verzagten Seele: „Ja, die Gefahr ist da. Aber ich bin bei dir.“ Und noch dazu und allem zum Trotz: Gib uns die Freude wieder: An der Sonne. An der aufbrechenden Natur. An den Menschen, die wir lieben. An dir, du Gott des Lebens. Damit wir mutig durch diese Zeit gehen.
    Amen

    Gott behüte Sie!Bettina Bender, PfarrerinE-Mail: bettina_bender@gmx.de

    Diese Seite:Download PDFDrucken

    to top