Evangelisches Dekanat Runkel

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    Foto: Peter Wagner

    Die Andacht vom 24.3.2020 kommt von Pfarrer Achim Schaad, Niedershauesen.

    „Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet“ (Röm 12, 12)

    Ja, man muss auf vieles verzichten, was einem liebgeworden ist: Treffen mit Freunden, der lockere Plausch beim Feierabendbier, mal schick essen gehen und vieles andere mehr. In Zeiten von Kontaktsperre nicht mehr möglich. Und das aus gutem Grund. Ich finde es großartig, wie viele Menschen sich trotz der Einschränkungen gewissenhaft daran halten und so ihren Beitrag zur Verhinderung einer weiteren Ausbreitung des Corona-Virus leisten.

    Und noch geht das ja auch ganz gut. Statt Zusammentreffen mit Freunden und Bekannten kann man sich ja auch mal endlich dem Wohnzimmerschrank zuwenden, der schon lange mal ausgemistet und aufgeräumt werden wollte. Oder die Bilder vom letzten Urlaub sortieren. Oder sonst irgendwas Sinnvolles und lange Aufgeschobenes endlich einmal erledigen.

    Doch irgendwann gehen einem die Ideen aus. Langeweile droht sich breit zu machen. Was soll man tun, so alleine auf sich und nur die engsten Familienmitglieder um einen herum zurückgeworfen? Ich muss da an einen Satz von Paulus denken, der mich schon lange begleitet – zu finden im Römerbrief (Kapitel 12, Vers 12): „Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet“. Denn ich glaube, da hat Paulus einfach recht: Zeiten der Trübsal brauchen Geduld, brauchen Langmut und auch ein wenig Gelassenheit, brauchen Kraft. Doch woher nehmen? Paulus empfiehlt das Gebet, beharrliches Gebet. Und viele Menschen haben immer wieder die Erfahrung gemacht, dass genau das auch helfen kann. Inmitten der Trübsal beharrlich beten. Das ändert nichts von jetzt auf gleich. Aber es schenkt Halt und Kraft und letztlich eben auch Geduld – die Geduld, die wir jetzt so notwendig brauchen.

    Und noch etwas kann helfen, sagt Paulus: Der Blick nach vorne nämlich, der hoffnungsvolle Blick auf die Zeit, in der alles wieder ein wenig normaler wird, die Hoffnung auf die ersten Sommerabende im Freundeskreis, auf gutes Essen im Restaurant und anderes mehr.

    Und so wünsche ich uns allen in diesen Tagen viel Geduld, Halt und Kraft im Gebet und einen fröhlichen und hoffnungsvollen Blick in die Zukunft.

    Pfarrer Achim Schaad (Tel. 06471/8440; achim.schaad@ekhn.de)

    Gebet
    Guter Gott,
    es sind wahrlich keine leichten Zeiten, in denen wir momentan leben.
    Leben müssen – aus guten Gründen.
    Um so mehr bitten wir dich um Halt, um Kraft.
    Sei bei uns und begleite uns,
    schenke uns Geduld von deiner Geduld
    und vor allem auch Hoffnung von deiner Hoffnung.
    Stärke all die Menschen, die unser Leben am Laufen halten,
    gib denen Mut und Kraft, die sich um Kranke bemühen,
    sei bei denen, die erkrankt sind, und begleite sie auf dem Weg der Besserung.
    Amen.

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