Evangelisches Dekanat Runkel

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    Luxuskrise?

    Foto: Peter Wagner

    Es ist erstaunlich, wie schnell ich mich in all den Irrungen und Wirrungen der letzten Woche habe einrichten können. Sehr schnell hatte sich da bei mir ein mehr oder weniger fester Ablauf des durch Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln bestimmten Alltags herausgebildet: Vormittags Arbeiten am Schreibtisch und Verteilen der täglichen Andachten ausgedruckt an den Kirchentüren. Nachmittags ein paar Telefonate und Mails. Meist so gegen 16.00 Uhr beginnt mir dann, die Decke auf den Kopf zu fallen – ich muss raus. Und wenn ich schon mal raus muss, kann ich gleich auch einkaufen fahren. Also ab in den Supermarkt.

    Und so war ich in letzter Zeit eben recht regelmäßig und häufig einkaufen. Was mir dabei von Anfang an und jedes Mal aufgefallen ist: Krise hin oder her, es gab und gibt eigentlich immer genug von allem. Gut: Klopapier war eine Zeit lang etwas schwerer zu bekommen. Mehl, Nudeln, Reis und Hefe waren für ein paar Tage auch nicht immer zu finden. Aber im Großen und Ganzen: da war und da ist doch alles. Ich brauche keinen Hunger zu leiden, statt Nudeln gibt‘s eben häufiger Kartoffeln. Und mittlerweile stapeln sich auch schon wieder die Klopapier-Packungen in den Regalen. Alles da – trotz Corona-Lockdown. Eigentlich eine Luxus-Krise …

    Für nicht wenige in unserem Land mag das vielleicht irgendwie so oder so ähnlich sein. Aber eben nicht für alle! Arme, die bislang auf Unterstützung zum Beispiel durch Tafeln angewiesen waren, Wohnsitzlose und viele andere mehr – sie alle sind zum Teil sehr stark von der Krise betroffen. Gerade ausfallende Lebensmittelspenden, fehlende warme Mahlzeiten, die vielerorts nicht mehr ausgegeben werden dürfen, und der Wegfall zahlreicher anderer Unterstützungsangebote, die ihre Arbeit einstellen mussten, haben diese Menschen in große Not gebracht. Sie brauchen dringend Unterstützung.

    Deshalb: helfen Sie und spenden Sie! Zum Beispiel direkt der örtlichen Tafel, anderen regionalen Hilfsangeboten oder vielleicht auch der Spendenaktion „Corona-Nothilfe gegen Armut“. Die wurde von der Diakonie Hessen gemeinsam mit der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau sowie der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck ins Leben gerufen und möchte mit den gesammelten Mitteln regionale Hilfsinitiativen möglichst schnell und unbürokratisch unterstützen. Damit in Krisenzeiten wie jetzt niemand vergessen wird.

    Das Spendenkonto der Diakonie:
    DE12 5206 0410 0004 0506 06 bei der Evangelischen Bank,
    Kennwort: Corona-Nothilfe

    Pfarrer Achim Schaad, Tel. 06471/8440; achim.schaad@ekhn.de

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