Evangelisches Dekanat Runkel

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Vom Kreuz durchkreuzt

Foto: Peter Wagner

Durchkreuzt
Die Hoffnungen und Träume der Menschen, die Jesus nachgefolgt sind: sie sind durchkreuzt an diesem Tag. Nie wieder werden sie erleben, wie er sich den Schwachen zuwendet, wie er heil macht, was in den Leben der Menschen zerbrochen ist, wie er denen, die unter der Last ihrer Schuld leiden, Erleichterung verschafft und einen neuen Anfang ermöglicht. Vorbei.

Durchkreuzt
Ausgeträumt: der Traum von einer neuen Welt, in der Menschen füreinander da sind und in Frieden miteinander leben. Ohne Ansehen der Person: alt und jung, arm und reich. Mann und Frau, schwach und stark.

Durchkreuzt
Ausgelöscht: das Leben eines Menschen, der den Menschen Gott nahe gebracht hat wie kein zweiter. Der Gottes Liebe spürbar und erfahrbar gemacht hat. Macht und Gewalt durchkreuzen die Liebe, bringen Entsetzen, Schmerz, Trostlosigkeit.

Durchkreuzt
Die alten Vorstellungen von Stärke und Schwäche, von Herrschaft und Ohnmacht, von Gewalt und Opfer. Gott ist da, wo einer schwach ist. Gott wird ohnmächtig und klein. Gott macht sich zum Opfer. Gott lässt sich da finden, wo Menschen zum Opfer werden. Gott ist denen nah, die leiden.

Durchkreuzt
Alles, was Menschen wichtig scheint: Einfluss, Reichtum, Ansehen. Das zählt nicht in Gottes Augen. Liebenswert ist, wer Liebe braucht. Wer sich von Gottes Liebe beschenken lässt. Wer sich nicht nur auf sich selbst verlässt, sondern auf Gott hofft.

Durchkreuzt
Die Wege derer, die rücksichtslos ihre Ziele verfolgen und ihre eigenen Interessen verfolgen. Durchkreuzt durch den, der den Weg der Liebe gegangen ist bis ans Kreuz. Er zeigt uns, worauf es wirklich ankommt: einzustehen für die Schwachen und Entrechteten. An der Seite derer zu sein, die uns brauchen. Füreinander da zu sein – auch wenn das bedeutet, Opfer zu bringen.

Pfarrerin Katrin Adams
www.evangelisch-limburg.de; 06482-91077

Gebet

Gott, das Kreuz Jesu durchkreuzt unsere menschlichen Vorstellungen und Ordnungen.
Wir müssen innehalten und uns besinnen.
Vieles ist auch durchkreuzt in unseren Plänen in dieser Zeit.
Zeige uns, dass du da bist – am Kreuz, im Leid.
Da, wo alles anders ist als gedacht.
Hilf uns füreinander da zu sein und diese Krise gemeinsam zu überstehen.
Stehe den Menschen bei, die leiden in dieser Zeit:
den Kranken und Sterbenden, den Trauernden und Einsamen,
denen, die in Angst und Sorge leben.
Amen.

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